Blackjack Casinos in Deutschland heißen Spielbank und werden ausschließlich mit einer Konzession vom jeweiligen Bundesland betrieben. Dadurch werden die Spielbanken auch ständig von den Finanzbehörden kontrolliert. Im Vergleich zu Spielhallen gibt es in Casinos auch Zutrittskontrollen und ein Sperrsystem für spielsuchtgefährdete Spieler.

In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg ist der Zutritt erst ab 21 Jahren erlaubt. In den anderen 14 Bundesländern darf man bereits ab 18 Jahren in einer Spielbank spielen.

Geschichte

Spielbanken / Casinos in Deutschland

Bereits 1396 gab es in Frankfurt am Main ein sogenanntes Spielhaus. In wiefern das etwas mit einem heutigen Casino zu tun hatte, ist allerdings nicht ganz geklärt. Daher geht man davon aus, dass die erste richtige deutsche Spielbank 1720 in Bad Ems gegründet wurde (siehe Titelbild). Nach 1800 folgten weitere Casinos in Aachen und 1824 in Baden-Baden. 1841 wurde in Bad Homburg die Doppel-Null beim Roulette abgeschafft, was das Casino zur beliebtesten Spielbank dieser Zeit machte.

Übersicht

Das größte Casino Deutschlands ist in Berlin, wo es insgesamt 5 Spielbanken gibt. Die meisten Spielbanken gibt es in den größten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern. Hier finden Sie eine: Übersicht zu Häusern in Deutschland.

Spielbanken in Deutschland

Konkurrenz von Online-Casinos

Ab dem 21. Jahrhundert bekamen immer mehr Casinos in Deutschland finanzielle Probleme. Die Besucher und damit die Einnahmen blieben aus. Eine Erklärungsmöglichkeit hierfür ist, dass viele Spieler das bequeme Spiel von zuhause aus in Online-Casinos verziehen. Die Anfahrt zum nächsten Casino und die Zusatzkosten für Getränke und Essen fallen dabei weg. Kleiderordnung gibt es online ebenfalls nicht. Außerdem sind die Einsätze wesentlich geringer.

Während man in Casinos in Deutschland beim Blackjack mindestens 5 Euro pro Hand setzen muss, kann man bei Casino im Internet schon ab 50 Cent spielen. Das ist vor allem für Anfänger interessant.

Spielangebot

Wer Casinos in Las Vegas kennt, der wird vom Spielangebot der deutschen Casinos ein wenig enttäuscht sein. Natürlich findet man neben den Spielautomaten (Slots) die Klassiker Roulette und Blackjack auch hier. Allerdings gibt es darüber hinaus höchstens noch den ein oder anderen Poker-Tisch. Das in Las Vegas beliebte Craps (Würfeln) oder das beliebteste Spiel der Asiaten (Punto Banco / Baccarat) wird in deutschen Casino hingegen nur in vereinzelten Spielbanken angeboten. Eher nischige Glücksspiele wie Pai Gow, Let it Ride oder andere Vegas-Spiele sucht man hingegen komplett vergebens.

Roulette

Roulette in Casinos in DeutschlandDie Mindest-Einsätze beim Roulette betragen meistens 1 Euro. Dabei muss man allerdings sowohl „Indside“, also auf Zahlen, einen Euro setzen als auch „Outside“ – auf unspezifische Wetten wie Farbe oder Gerade.

Durch die Abschaffung der Doppel-Null beim Roulette stiegen die Chancen für Spieler um das Doppelte. Während beim amerikansichen Roulette immer noch mit der Doppel-Null gespielt wird, bezeichnet man Roulette mit nur einer, grünen Null (Zero) als „Europäisches Roulette“.

Der statistische Vorteil des Casinos liegt beim Europäischen Roulette bei ca. 2,5 %. Beim Amerikanischen Roulette sind es mehr als 5%.

Blackjack

Blackjack in Casinos in DeutschlandIn vielen deutschen Casinos sind im Jahr 2011 die automatischen Mischmaschinen beim Blackjack eingeführt worden. Dadurch wird das Spieltempo erhöht, da der Dealer nicht nach jeder Runde manuell mischen muss. Die ausgespielten Karten werden sofort nach jeder Runde in die Mischmaschine zurück gesteckt. Dadurch können mehr Runden pro Stunde gespielt werden, was die Einnahmen des Casinos und die Verluste der Spieler erhöht. Außerdem ist durch die Verwendung von Mischmaschinen das Kartenzählen sinnlos und ein guter Blackjack-Spieler hat keinen Vorteil mehr.

Mischmaschinen werden zum Beispiel im Casino Bad Wiessee in der Nähe von München in Bayern eingesetzt. Passend dazu ist die Spielbank Bad Wiessee eine von nur drei bayerischen Spielbanken, die keine Verluste macht. Laut einem Artikel von BR.de gleichen die Gewinne von Bad Wiessee (alleine 7 Millionen Gewinn pro Jahr), Garmisch-Partenkirchen und Feuchtwangen die Verluste der restlichen sechs Spielbanken in Höhe von 9 Millionen aus.  Also sollte man vielleicht nicht unbedingt in diesen erfolgreichen Casinos zu spielen.