Man kann auf lange Sicht gegen das Casino gewinnen, wenn man beim Blackjack Karten zählen lernt. Dazu muss man kein Genie sein, man muss mit lediglich eine hohe Konzentrationsfähigkeit und rudimentäre mathematische Kenntnisse von Addition und Subtraktion haben. Außerdem kann das Teilen und Prozentrechnen nicht schaden. Denn beim Kartenzählen geht es nicht darum alle Karten beim Blackjack zu zählen, sondern Wahrscheinlichkeiten zu berechnen.

Kartenzählen Blackjack

So funktioniert das Kartenzählen beim Blackjack

Das Kartenzählen beim Blackjack ist eine vereinfachte Wahrscheinlichkeitsrechnung (Stochastik) Dazu teilt man alle Kartenwerte in zwei verschiedene Gruppen: die hohen Karten und die niedrige Karten.

Wird eine niedrige Karte (2, 3, 4, 5 und 6) ausgeteilt, zählt man dafür den Wert +1.

Wenn hingegen eine hohe Karte (10, Bube, Dame, König oder Ass) ausgeteilt wird, zählt man den Wert -1.

Man beginnt nachdem der Dealer gemischt hat mit dem Kartenzählen.

Running Count, Kartendecks und True Count

Meist wird beim Blackjack mit mehr als einem Kartendeck gespielt, dann muss man zudem aus dem Running Count, den man fortlaufend ermittelt, einen sogenannten True Count berechnen. Dazu teilt man den Running Count durch die Anzahl der restlichen Kartendecks.

Angenommen man spielt mit sechs Kartendecks, teilt man den True Count entweder durch 6,5, 4, 3, oder 2. Je nachdem wie viele Kartendecks noch nicht ausgespielt wurden. Für Anfänger ist es sehr schwierig zu schätzen, wie viele Kartendecks ausgespielt und wie viele noch im Kartenschlitten sich befinden. Als grobe Richtung kann man sagen, dass ein Kartendeck so dick wie ein Daumen ist.

Tricks und Tipps beim Karten zählen

Wenn man im Casino spielt, werden die Karten sehr schnell ausgeteilt und man verliert ganz schnell den Überblick. Man muss selbst eine Entscheidung treffen, den Einsatz bestimmen und dann auch noch Kopfrechnen. Für viele ist diese Multitasking-Aufgabe sehr anstrengend.

Es bedarf einiges an Übung, bis man das Kartenzählen so flüssig beherrscht, dass man es einem nicht ansieht, dass man gerade Karten zählt. Denn die Casinos sind nicht unbedingt Fans von Kartenzählen. Auch wenn mittlerweile viele Gegenmaßnahmen ergriffen wurden, damit das Kartenzählen nicht mehr so profitabel wie noch vor 10, 20 oder vielleicht sogar 30 Jahren ist, mit der perfekten Blackjack Strategie und einer konzentrierten Leistung beim Karten zählen, kann man nach wie vor beim Blackjack einen Vorteil erlangen.

Damit man nicht jede Karte einzeln zählen muss, schaut man sich immer die beiden Karten einer Starthand an. Wenn diese aus einer hohen und einer niedrigen Karte besteht, er kennt man mit der Zeit automatisch, dass es sich dabei um 0 handelt und man diese Hand ganz schnell übergehen kann und nicht mitzählen muss. Viele Karten Kombinationen löschen sich so gegenseitig aus, was viel Zeit erspart.

Den Count auch nicht zu verlieren, wenn man am Tisch in ein Gespräch verwickelt wird, oder eine Entscheidung treffen muss, sollte man sich irgend eine Eselsbrücke oder Merkhilfe schaffen.

Man kann z.b. die Höhe des Ture Counts nach jeder Runde als Chipstapel nachstellen

Manche Kartenzähler rechnen einfach auch mit ihren Fingern. Man sollte aber aufpassen, dass der Dealer oder das Casino-Personal es nicht merkt. Am Besten ist das, wenn man die Arme verschränkt und dabei den Count unter seinen Achseln festhält.

Wie kann man mit dem Kartenzählen gewinnen

Indem man den Running Count verfolgt, weiß man wie das Verhältnis zwischen hohen und niedrigen Karten ist. Ist der Running Count negativ, bedeutet das dass viele hohe Karten ausgespielt wurden. Da man diese hohen Karten für einen Blackjack oder andere gute Kartenkombinationen benötigt, ist es eine schlechte Situation für den Spieler, wenn der Count negativ ist. Man sollte daher in diesen Fällen nur den Mindesteinsatz bringen oder vielleicht sogar eine Pause machen oder ganz aufhören.

Anders sieht es hingegen aus, wenn der Count positiv ist. Je höher der Count im positiven Bereich ist, desto mehr niedrige Karten wurden im Verhältnis zu den hohen Karten ausgespielt. Das bedeutet, dass im restlichen Kartenstapel ein Übergewicht von hohen Karten ist. Und diese hohen Karten, vor allem Asse, braucht man um einen Blackjack zu bekommen. Der Vorteil eines Blackjack ist, dass man mit einem Ass und einer 10 wertigen Karte auf Anhieb gewinnt. Zudem bekommt man nicht nur einen einfachen Gewinn in Höhe seines Einsatzes, sondern noch einen 50 prozentigen Bonus obendrauf.

Wenn der Count also besonders hoch im positiven Bereich ist, lohnt sich ein höherer Einsatz. Es ist keine Gewinngarantie, da in diesen Fällen die Karten natürlich auch ganz anders fallen können. Auch der Dealer kann einen Blackjack bekommen und man selbst schaut dumm aus der Wäsche. Allerdings steigt in diesen Situationen die Wahrscheinlichkeit, dass man auch selbst einen Blackjack bekommt und dann im Verhältnis 3 zu 2 gewinnt.

Setzt man in dieser Situation also immer mehr als in anderen Runden, wird man auf lange Sicht mehr dieser Hände gewinnen, als verlieren. Wenn man sich ansonsten an die optimale Blackjack Strategie hält und keine großen Fehler macht wie z.B. in einer Pechsträhne übertreibt und zu hohe Einsätze bringt, kann man mit Disziplin beim Blackjack mit Hilfe des Karten zählens auf lange Sicht einen Vorteil gegenüber dem Casino erlangen.